Artikel  Allgemeine Zeitung Uelzen,  Montag den 14. September 2015, Autor Dirk Marwede

Über 50 Bürger bei einem Treffen der Initiative im Haus Achtum/Gruppe stellt sich neu auf/Vereinsgründung möglich

Bisher fristete die Initiative Flüchtlingshilfe (Flüchtlingshelfer Uelzen) ein Schattendasein, bei derem jüngsten Treffen platzten  die Räume im Haus Achtum aber aus allen Nähten. Statt der sonst knapp zehn Teilnehmer waren es über 50 Bürger – und selbst der Bürgermeister war anwesend: „Wir in Uelzen stehen, was die Flüchtlingsfrage angeht, vor großen Herausforderungen. Da ist es gut zu wissen, dass wir auf ehrenamtliche Hilfe bauen können“, sagte Jürgen Markwardt. „Wir können nicht davon ausgehen, dass immer alles glatt läuft, umso wichtiger ist die Unterstützung durch ehrenamtliche Initiativen“, sagte er und hatte gleich noch eine Überraschung parat: Die Flüchtlingshilfe erhält einen Lagerraum in der Innenstadt zur Nutzung.
Die große Zahl der freiwilligen Helfer zu organisieren, ist nicht einfach. Beim nächsten Treffen der Gruppe (…) sollen deswegen ein Organisationsteam sowie kleine Arbeitsgruppen gebildet werden, die dann in Eigenregie arbeiten.
Gedacht sei, so der Sprecher der Initiative Thomas Hospowsky, an Arbeitsgruppen, die sich zum Beispiel mit dem Thema Materialsammlung wie Kleidung, Haushaltsartikel oder Spielzeug, mit der Weiterführung des Flüchtlingscafés, mit der Organisation eines Festes oder dem Bereich Patenschaften für Einzelpersonen oder Familien beschäftigen. Weitere Vorschläge für die Arbeitsgruppen waren: Kochen mit Flüchtlingen, Fahrradwerkstatt, Sprache und Sport.
Kontrovers diskutiert wurde die Frage, ob die Flüchtlingshilfe (Flüchtlingshelfer Uelzen) weiterhin als Initiative arbeiten oder sich als gemeinnütziger Verein organisieren soll. Klar sei, dass die Zeit drängt, denn die Zahl der Flüchtlinge, die in Uelzen aufgenommen werden, wird sprunghaft steigen (…)